Archiv für Januar 2011

Ein Fahrzeugkatalysator ist Bestandteil einer Auspuffanlage für ein Automobil. Solch ein Katalysator wurde in manchen Ländern 1993 zur Pflicht für Neuwagen, um eine Zulassung erhalten zu können. Der Fahrzeugkatalysator hat die Funktion, die Abgaswerte und Emissionen zu reduzieren, die durch die Verbrennung des Gasgemisches im Motorraum entstehen. Bis Ende der 90er Jahre wurden diese sogenannten 3-Wege-Katalysatoren motorfern in den Systemstrang der Auspuffanlage verbaut, was deutlich höhere Verbrauchskennwerte und Emissionen verursacht als ein Katalysator, der direkt hinter dem Motor eingesetzt wird. Zwar müssen dann wärmebeständigere Materialien verwendet werden, allerdings sank dadurch der Schadstoffausstoß und damit auch die Zuteilung in der Schadstoffklasse und somit auch in der steuerlichen Abrechnung.

Die Funktionsweise und der Aufbau einer Auspuffanlage für ein einfaches Kraftfahrzeug sind einfach zu beschreiben. Zunächst explodiert das Luft-Gas-Gemisch im Motorraum und verursacht Abgase, die klimaschädigend sind und deshalb gereinigt werden sollen. Die sogenannten Lambdasonden, die sowohl vor dem Katalysator als auch hinter dem Katalysator eingebaut sind, sorgen stets für eine optimale Gemischzusammensetzung. Dies ist die Voraussetzung, damit das Abgasgemisch möglichst effektiv gereinigt werden kann. Nach den Vorkat-Lambdasonden folgen dann die Entkoppelungselemente, die das Gemisch noch einmal in seiner Zusammensetzung beeinflussen. Im Katalysator erfolgt eine chemische Reaktion an keramischen Bestandteilen und Materialien aus Platin sowie verschiedenen Filtern. Dies verursacht eine überwiegend ungiftige Zusammensetzung der Abgase, wodurch letztlich die Umweltbelastung reduziert wird. Nach dem Katalysator sind in einer Auspuffanlage noch ein sogenannter Vorschalldämpfer, ein Mittelschalldämpfer und ein Nachschalldämpfer eingebaut. Hinter diesem erfolgt dann die Freisetzung der Gase an die Umwelt. Zusätzlich kann auch Kondenswasser austreten, welches durch die Temperaturdifferenzen in der Auspuffanlage zur Umgebungsluft entstehen kann.

Solche Kfz-Auspuffanlagen sind in der Regel mit einer Zinkversiegelung versehen oder die einzelnen Module bestehen vollständig aus Zink, was heute die Regel ist. Dadurch wird verhindert, dass die Rohrverbindungen oder die einzelnen Schalldämpfer sowie der Katalysator rosten können. Die Anlage selbst ist mit 3 bis 4 Aufhängungen und Verschraubungen an den Unterboden des Fahrzeugs montiert. Bei einem selbsttätigen Austausch der Anlage sollte immer darauf geachtet werden, dass diese Befestigungen gut gesichert sind. Die serienmäßigen Nachschalldämpfer werden oftmals ausgetauscht, um die Abgasgeräusche zu verändern und einen tieferen Ton zu erzeugen. Auch hier ist darauf zu achten, dass diese Anlagen technisch einwandfrei eingebaut werden und den Anforderungen für eine Fahrzeugzulassung sowie für die Verkehrssicherheit erfüllen. Die Funktion der Dämpfer ist es, das Abgasgeräusch zu reduzieren und die Verkehrsgeräusche beispielsweise in der Stadt deutlich zu minimieren. Auf diese Weise kann die Lärmemission minimiert werden und die Beeinflussung durch den Stadtverkehr reduziert werden.